Deutsche Leuchttürme:

Nordsee, Wangerooge bis Jadebusen:
WSA Wilhelmshaven

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Die anderen Leuchttürme von Wangerooge bis Tossens 
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Wangerooge
Mellumplate

Wilhelmshaven

Arngast

Schillig

Eckwarden

Jappensand
Tossens


                 * WSA = Wasser- und Schifffahrtsamt

Der sog. alte Leuchtturm auf Wangerooge, der östlichsten der ostfriesischen Inseln. Er ist heute nicht mehr in Betrieb, sondern dient als Museum und Standesamt. Er steht ziemlich weit vom Meer entfernt, mitten im Inseldorf. Als er 1856 aus Steinen gemauert wurde, stand er auf dem damaligen Ostteil der Insel. Seitdem hat sich die ganze Insel durch die Einwirkung von Sturmfluten weit nach Osten verlagert (siehe auch Westturm).
Er war ursprünglich 30 m hoch, und wurde zuletzt 1927 auf 39 m aufgestockt. Sein Feuer, Scheinwerfer und Gürtellinsen, wurde 1969 gelöscht. Position: 53°47' N, 7°47' E. Im August 2006 wurde das 150. Jubiläum des Leuchtturms gefeiert.

Foto oben rechts: Blick aus dem ehemaligen Lampenhaus nach Nordwesten


 

 

 

 

Die Steinplatte (Foto mitte) befindet sich heute am Fundament des Turms.
Seit dem 15.3.96 finden im Raum unter der Lampe Trauungen statt ("Hier oben ist man dem Himmel etwas näher"), von 1996 bis 2006 wurden 3260 Paare getraut!
(Foto links)
Fotos von 2005 und 2008

Google-Maps-Karte von Wangerooge


Der neue Wangerooger Leuchtturm. Von 1966 bis 1969 wurde der aus Stahlbeton errichtet, der im November 69 in Betrieb genommen wurde, um den neuen, großen Tankern den Weg nach Wilhelmshaven zu weisen. Er ist unbemannt, wird von Wilhelmshaven fernüberwacht und an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Er trägt Scheinwerferlinsen in der Laterne ganz oben (61,22 m über NN), und eine Gürteloptik für das Leitfeuer im Zwischengeschoß (25,82 m über NN).
1978 wurde das Radar nachgerüstet, 1982 wurde die Alu- Fassadenverkleidung angebracht. Der Turm ist 67 m hoch (über NN), hat unten einen Durchmesser von 6,8 m und 284 Stufen. Position: 53° 47,405' N, 7° 51,431' E.
Fotos von 2005 und 2008

Google-Maps-Karte von Wangerooge


Am Fuß des neuen Turms findet sich dieses Bild der Deutschen Nordsee, das aus Fliesen gefertigt wurde.


Weitere berühmte Seezeichen auf Wangerooge sind

a) der Westturm mit seiner charakteristischen Dachkonstruktion.
1597-1601 wurde nach einer Sturmflut im damaligen Inseldorf der sog. "Westturm" (56 m hoch) errichtet, in dessen mittlerer Turmspitze 1624 bis 1630 nachts Öllampen brannten - das erste Leuchtfeuer in einem Turm an der Nordseeküste. Danach wurde er allerdings nicht mehr als Leuchtfeuer, sondern nur noch als Kirche und Zuflucht bei Sturmfluten genutzt. Seit der Sturmflut 1854/55 stand der Turm außerhalb der Insel, die nach Osten gewandert war, im Meer, wo er 1914 gesprengt wurde.
Der heutige "Westturm" ist eine Nachbildung des alten Westturmes, die 1933/34 errichtet wurde und heute als Jugendherberge dient.  Am 4.6.2008 wurde das 75-jährige Jubiläum des Turms gefeiert.
Fotos von 2005

Google-Maps-Karte von Wangerooge


b) die Strand- oder Ostbake, am östlichen Ende des wattenseitigen Strandes der Insel.
Auf dem mit Teleobjektiv 2005 aufgenommenen Foto sieht man links im Hintergrund den Radarturm
Minsener Oog / Oldoog, Buhne C.
Er hatte in 25 m Höhe eine Gürtellinse als Quermarkenfeuer, die Oktober 98 gelöscht wurde.
Position: 53°45'N, 8°01'E
Foto von 2005
Google-Maps-Karte von Wangerooge



Im Hintergrund der Radarturm Minsener Oog / Oldoog, Buhne C,  im Vordergrund Buhne A
Foto: Sabine Rothmann, 2006

Google-Maps-Karte von Wangerooge

Leuchtbake an der Nordspitze der Sand-
insel
Minsener Oog, Buhne A östlich von Wangerooge. 
Verklinkerter, viereckiger, 12 m hoher Turm, der von 1939 bis 1998 als Quermarkenfeuer mit Gürtellinse genutzt wurde.
Position: 53°47' N, 8°00' E 
Foto unten von 2005


Die anderen Ostfriesischen Inseln gehören zum WSA Emden - siehe entsprechende Seite -


Der Leuchtturm Mellumplate steht auf geschichtsträchtigem Grund. Hier soll sich einst eine Insel mit gleichnamigem, prächtigem Schloss befunden haben. Und ähnlich wie der von Helgoland, war er ursprünglich von 1939 bis 42 als Flakturm errichtet worden, wobei der Bau des 32 m hohen, viereckigen Turms (10,25 m Kantenlänge) im 12 m tiefen Wasser eine große Herausforderung war. Der Turm hat ein Stahlskelett mit Klinkerverblendung.
Seit 1946 trägt der Turm sein Leuchtfeuer in 29 m Höhe.
1968 wurde der Turm neu mit Aluminium verkleidet, denn die alten Klinker waren stark beschädigt. Dabei wurden fast alle ursprünglichen Fenster verdeckt. 1973 erhielt er ein Präzisionssektorfeuer und wurde an die Fernsteuerung angeschlossen. Für Wartungsarbeiten erhielt der Turm die typische Hubschrauberlandefläche.
Position: 53° 46,303' N, 8° 5,551' E

Foto von 2005: vorn "Mellumplate", und im Hintergrund steht der Leuchtturm "Tegeler Plate"

Google-Maps stellt leider keine Karten der offenen See zur Verfügung

"Hooksielplate" - man kann den 57,5 m hohen Radarturm von Weitem fast für einen der vielen Leuchttürme in der Wesermündung halten, aber er ist keiner mehr. Das Quermarkenfeuer, das sich in ca. 25 m Höhe befand, wurde im Oktober 98 gelöscht. Auf der Plattform befindet sich lediglich ein kleines Positionslicht.
Der Turm ist einer von 8 Radarstationen zwischen Brake und dem Leuchtturm "Alte Weser" in der Nordsee. Mit Hilfe der Radartechnik wird der Schiffsverkehr bei schlechter Sicht überwacht.
1976 errichtet, Stahlrohr mit 3,5 m Durchmesser.  
Lage: 53° 40,1524' N, 8° 8,9158' E

Foto von 2010

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kleiner Leuchtturm "Marinemole" an der Nordmole des Wilhelmshavener Südhafens(ehem. 3. Einfahrt). Er diente bis zum 5.7.05 als Quermarkenfeuer. Höhe 12 m.
Position: 53°31'N, 8°10'E
Der Turm wurde am 8.11.05 demontiert und in Dangast wieder aufgebaut.  Das Foto oben links stammt vom Juli 2005 und zeigt den alten Turm.
Offenbar waren die Wilhelmshavener über den Verlust des Turmes so bestürzt, dass in kürzester Zeit ein Nachbau errichtet wurde, der dünne Zwischenstreben im Tragegerüst aufweist. Das Foto oben rechts wurde im Juli 2006 fotografiert und zeigt diesen Nachbau.

Foto von 2006: Sabine Rothmann

Google-Maps-Karte von Jadebusen und -mündung

Die Fotos unten (von 2006) zeigen den alten Originalturm, so wie er jetzt in Dangast am Hafen steht.
Leider ohne jede Funktion:

Google-Maps-Karte von Jadebusen und -mündung



Das Feuerschiff "Weser" wurde am 14. März 1907 als "Norderney 1" fertiggestellt, nahm aber erst  1954 seine Position als Feuerschiff »Weser« ein. Die Station Weser war von 1874 bis 1981 mit Feuerschiffen besetzt. 1981 wurde das Schiff durch eine Großtonne ersetzt und am 22.91981 als letztes deutsches Feuerschiff außer Betrieb genommen, nachdem es 74 Jahre seinen Dienst versehen hatte. Es liegt heute als Museumsschiff am Bontekai in Wilhelmshaven. Fotos von 2005 und 2006

Google-Maps-Karte von Jadebusen und -mündung


Richtfeuer Voslapp bei Wilhelmshaven.
Ober- und Unterfeuer wurden 1960/61 erbaut, das 61 m hohe (64,6 m über NN) Oberfeuer als Stahlbetonturm, der unten 4,5 m Durchmesser hat (
Fotos links), das Unterfeuer als 16,9 m hohe, 1,75 m durchmessende Stahlröhre (Foto unten). Das Oberfeuer gehört zu den höchsten deutschen Leuchttürmen.
Position des
OF: 53° 34,8944' N, 8° 7,8532' E

Fotos von 2004 und 2005

Google-Maps-Karte von Jadebusen und -mündung


Antenntenträger Schillig
ehem. Richtfeuer Schillig, nördlich von Wilhelmshaven mit Gürtellinse. Erbaut 1960/61, Stahlbeton mit unten 3 m Durchmesser, Turmhöhe 42,70 m über NN. 1987 als Leuchtfeuer außer Betrieb genommen. 
Der gelbe Turm dient heute als Antennenträger.
Position: 53° 42,0245' N, 8° 1,2857' E

Foto von 2004

Das Unterfeuer (17 m hohes schwarzes Dreibeingestell aus Stahl, links) war bis 1988 bis 1998 als Quermarkenfeuer in Betrieb.
Foto von 2008

Google-Maps-Karte von Jadebusen und -mündung


Der Leuchtturm Arngast wurde 1909/10 aus einer Sandbank mitten im Jadebusen vor Wilhelmshaven errichtet. 
Früher hat sich an dieser Stelle die Kirche des Ortes Arngast befunden, der bei der Clemensflut im November 1334 im Meer versank. Der gusseiserne Leuchtturm ist 36 m hoch und steht mit seinem 12 m hohen Unterteil auf 112 Gründungspfählen. Die Gussteile wurden in der Isselburger Hütte am Niederrhein gegossen und vor Ort montiert. Es sind die gleichen gusseisernen Rippenplatten wie bei den Türmen von Hörnum, Westerheversand und Pellworm, die unten 8,5 m durchmessen. Feuerhöhe 31,6 m. Gürtellinse mit 1600 Watt-Lampe.
Der Turm wurde 1966 an das Stromnetz angeschlossen und hat seit 1967/68 keine Besatzung mehr. Seit 2003 ist er als Kultur-/ Baudenkmal eingetragen.
2007 wurde er neu angestrichen.
Für mich ist er mein "Haus-Leuchtturm", weil er am nächsten zu meinem Wohnort in Ahlhorn steht.
Position: 53° 28,881' N, 8° 10,895' E

Google-Maps-Karte des Jadebusens


oben: Lampenhaus, unten: Sockel mit Bootsanleger. (alle Fotos oben von 2006)
links: Blick vom Wilhelmshavener Helgoland-Kay aus (Foto von 2006: Sabine Rothmann)


Eckwarden

Richtfeuer-Leuchtbake von Eckwarden (Butjadingen, gegenüber von Wilhelmshaven am Ostende des Jadebusens). 1962 als Gegenfeuer zu Voslapp errichtet. 37 m hohes Oberfeuer mit vierbeinigem Stahlgerüst (44,75 m über NN), Wendeltreppe und trichterförmigem Laternenhaus mit nur seewärts gerichteten Fenstern. Position: 53° 31,2621' N, 8° 13,9480' E.
Das ebenfalls 1962 gebaute, 18, 4 m hohe Unterfeuer Solthörner Watt steht als 1,75 m dicke Stahlröhre im Watt.
Fotos von 2005

Google-Maps-Karte von Jadebusen und -mündung


Durch den Bau des Tiefwasserhafens "Jade-Weser-Port" bei Wilhelmshaven musste das Fahrwasser neu befeuert werden. Die Richtfeuerlinie Eckwarden wird durch die Feuerlinie Jappensand ersetzt. Diese besteht aus zwei schlanken Stahltürmen in der Jademündung.


Foto von 2011

 


Die Richtfeuer Tossens steht zwischen Eckwarden und Tossens hinter dem Deich. 1973 wurde ein Betonturm als Gegenfeuer zu Schillighörn errichtet, der jedoch 1986 wegen Verlegung der Fahrrinne wieder abgerissen werden mußte. Der jetzige 52 m hohe Turm wurde 1986 bis 88 als Oberfeuer hinter dem Deich neu errichtet. Position: 53° 32,7830' N, 8° 14,2695' E.

Auch das 18,68 m hohe Unterfeuer aus Stahlrohr (2m Dm.) im Watt wurde seitlich versetzt. 

Fotos von 2005

Google-Maps-Karte der Jademündung


"altes Oberfeuer Tossens" oder "grauer Turm"
Direkt bei Tossens steht dieser Turm, der heute kein Leuchtfeuer mehr, sondern ein Radarturm ist. 1970/71 wurde der Stahlbetonturm als Oberfeuer Tossens errichtet. Der Turm hat unten 3,5 m Durchmesser und eine Höhe 51,66 m über NN. 
Position: 53° 34,2682' N, 8° 14,7551' E.

Foto von 2005

Google-Maps-Karte der Jademündung

Fast so typisch wie die Leuchttürme: Schafe am Deich der deutschen Nordseeküste

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V2.2, diese Seite wurde erstellt am 11.08.2003, letzte Änderung am  20.6.2010