Deutsche Leuchttürme:

Nordsee, ostfriesische Inseln,
Emsmündung:
WSA Emden:

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Die anderen Leuchttürme von Emden über Borkum bis Norderney 
können durch Scrollen auf dieser Seite gefunden werden.
Emden
Knock

Campen
Pilsum
Borkum
Norderney
Barßel

      * WSA = Wasser- und Schifffahrtsamt



Leuchtturm auf der Emdener Hafenmole
Auf der Westmole weist ein hübscher, kleiner Turm (9 m hoch) den Schiffen seit 1913 den Weg in den Emdener Hafen. Leider ist er nicht zugänglich, weil das Hafengebiet, in dem Autos verladen werden, für Besucher gesperrt ist.
Gegen die riesigen Autofrachter wirkt das Türmchen geradezu winzig
(Bild links unten).
Position:
53°20' N, 7°11' E
unten die 6 m hohe grüne Leuchtbake von 1956 am südlichen Molenende (Ostmole). 
Fotos von 2005

das Feuerschiff "Deutsche Bucht" hieß lange Zeit auch "Amrumbank". Das Schiff wurde 1915 in der Meyer-Werft in Papenburg gebaut und versah von 1917 bis 1983 seinen Dienst auf verschiedenen Positionen in der Nordsee. 
Seit 1984 liegt es als Museumsschiff im Ratsdelft in Emden, wobei die Messe zum Restaurant umgebaut wurde; und auch Trauungen werden an Bord durchgeführt.
Foto von 2005


Der 18 m hohe Leuchtturm Wybelsum steht am nördlichen Ufer der Emsmündung und wurde 1970 gebaut. In 16 m Höhe befindet sich ein Quermarkenfeuer. Position: 53°20' N, 7°07' E
Foto von 2005

der 55 m hohe Radarturm der Verkehrszentrale Ems an der Knock enthält in 28 m Höhe ein Quermarkenfeuer mit Gürtellinse. Der Turm wurde 1972 in Betrieb genommen.
Die Aufgabe einer Verkehrszentrale ist das das Anbieten von bestimmten Diensten zur Navigationsunterstützung für die Schifffahrt. Knock ist eine deutsch-niederländische Einrichtung; von ihr werden die Radarstationen Borkum (elektrischer Turm) und Wybelsum (s.o.) und Oude Ship bei Eemshaven (Niederlande) am anderen Emsufer überwacht.
Position:
53°20' N, 7°02' E
Fotos von 2005

 



Vor
Campen nördlich von Emden steht der mit 65 m höchste Leuchtturm Deutschlands (320 Stufen), der bereits 1889 errichtet wurde. Es handelt sich um einen roten Dreibeinturm mit weißem Mittelrohr. Das rote Laternenhaus hat zwei Galerien und ein grünes Dach, und enthielt von 1937 bis 1976 eine Gürtellinse und neuerdings ein Präzisionssektoren-Leitfeuer. Mir fiel besonders auf, dass das Laternenhaus nicht kreisrund, sondern ein Dreieck mit runden Seiten ist. Der Turm zählt zu den lichtstärksten Feuern der deutschen Küste. Er wurde von Anfang an elektrisch betrieben, im Maschinenhaus steht ein MAN-Dieselmotor von 1906, der der älteste Dieselmotor ist, der als Notstromaggregat immer noch betriebsbereit an seinem ursprünglichen Standort steht. Position: 53°24' N, 7°01' E. Fotos von 2005
 


Der kleine Leuchtturm von Pilsum.
Ottos Spielfilm und anderen Fernsehfilmen haben wir es zu verdanken, dass diesen Leuchtturm inzwischen fast jeder in Deutschland kennt.
Der Turm wurde am 1.1.1891 als Leitfeuer in Betrieb genommen. Gürtellinse, zuerst mit einer Petroleumdochtlampe, und später mit einem Petroleumglühlichtbrenner. Bereits 1919 wurde der Betrieb wieder eingestellt, weil sich das Fahrwasser stark verlagert hatte. 
Es folgten Jahre der Verwahrlosung des 11 m hohen Turms, bis er 1973 zum ersten Mal saniert wurde. Damals wurde eine Rehling am großen Fenster demontiert und ein weiteres Fenster nach Norden eingebaut. Außerdem erhielt der Turm ein neues Kupferdach. Weitere Sanierungen erfolgte 1984 und 1998, wobei er zuletzt auch die typische Farbegebung bekam. Heute wird der "Otto-Turm" u.a.
für Trauungen genutzt.
Seit dem 20.7.07 leuchtet der Leuchtturm nachts wieder. Allerdings nur landwärts, um die Schifffahrt nicht zu stören.
Position: 53° 30' N, 007° 03' E
Zahlreiche Details zum Turm gibt es auf http://www.pilsumer-leuchtturm.de

Fotos von 2005

unten links: das Fenster des Lampenhauses
oben rechts: die Basis des Turms ist rundum vollgeschmiert mit Namen und Sprüchen. 

 


Zwei Baken in der Emsmündung
links: noch weit im innern der Mündung bei Wybelsum
rechts: eine Bake schon fast in der offenen See, nahe dem alten, außer Betrieb genommenen Leuchtfeuer "Binnenrandzell", von dem ich leider kein Foto habe. (Binnenrandzell ist eine Pyramide aus Holzpflöcken mit einer Lampe obendrauf). 
Fotos von 2005

 




Der große Leuchtturm von Borkum ist über 125 Jahre alt. Er wurde 1879 innerhalb eines halben Jahres aus 1,5 mio Ziegelsteinen gemauert und hat eine Höhe von 60,3 Metern (315 Stufen). Das war für die damaligen Verhältnisse eine absolute Meisterleistung des Baumeisters, der vorher auch den Turm von Norderney gebaut hatte. 
Der Turm dient sowohl als Seefeuer als auch - auf geringerer Höhe - als Quermarkenfeuer für die Westerems. Zuerst wurde das Feuer mit Petroleum und seit 1925 mit elektrischem Strom betrieben.
Die ursprünglich 3 m hohe Drehlinsenleuchte des Seefeuers wurde inzwischen auf 1 m hohe Diopterfelder (Ring aus 3 Paar Fresnel-Scheinwerferlinsen) umgebaut. Das QMF ist ein Präzisions-Sektorenfeuer.
1961 wurde für ein Nebenfeuer (Leitfeuer) ein Erker angebaut, das sog. Blumenfenster, der 2003 wieder entfernt wurde.
Seit 1977 wird der Turm von Knock ferngesteuert.
Position: 53°35‘ N, 6°30‘ E (bzw. 6°40‘ ?).
Das Foto unten links gibt einen Eindruck von der Dicke des unteren Mauerwerks, das allerdings Hohlräume aufweist.
Fotos von 2005

 

 


Borkum, alter Leuchtturm.
Der 45 m hohe Turm war 1576 mit spitzem Dach errichtet worden und diente bis 1817 als Tages-Sichtmarke. Die vier Seiten sind genau nach N,S,O,W ausgerichtet. 1817 wurde das Spitzdach durch ein Laternenhaus ersetzt und von
1817-1879 war der Turm ein echter Leuchtturm, der seit 1857 mit einer Gürtellinse ausgerüstet war.
Der Turm wurde 1879 durch ein Feuer zerstört, aber wieder aufgebaut. Seine Aufgaben übernahm damals der Große Turm.
Zuletzt diente der alte Turm als Wetterstation und als Seenotfunkturm.
Seit über 25 Jahren kümmert sich der Heimatverein um den Turm, bei dem in den letzten Jahren Steine erneuert wurden, wozu historische Ziegel von einem abgerissenen Gutshof in Emden verwendet wurden.
Fotos von 2005

Der Friedhof unten am alten
Turm, auf dem noch Walkiefern aus der Walfangzeit Borkums stehen

 

Der kleine Leuchtturm von Borkum wird auch der elektrische Leuchtturm genannt.
Er war der erste einer Reihe von neun in Deutschland gebauten großen gusseisernen Leuchttürmen. Dazu wurden in der Isselburger Hütte 1887/1889 gußeiserne Segmente mit 27 Millimetern Wandstärke, sogenannte Tübbinge, hergestellt und auf dem gemauerten Fundament in den Borkumer Dünen montiert. Der Turm ist sechzehneckig und 28 m hoch. Bevor der Radarflügel aufgesetzt wurde, trug der Turm ein grünes Kuppeldach.
Da dieser Turm von Anfang an für elektrische Befeuerung geplant war, heißt er auf Borkum "der elektrische Turm". Bei seiner Inbetriebnahme 1891 war er mit einer Kohlebogenlampe, Fresnellinsensystem und Otterblenden ausgerüstet, wodurch Sektorenfeuer für die beiden Schifffahrtswege "Westerems" und "Hubertgat" erzeugt wurden. Im Maschinenhaus wurde über kohlebefeuerte Dampfmaschinen und Dynamos bis 1906 der Strom für den Leuchtturm erzeugt. Dann wurden Dieselmotoren, Generatoren und Gleichstrombogenlampen eingebaut. 1924, 1937 und 1938 wurden weitere Verbesserungen an Stromerzeugung und Lampensystem vorgenommen. 1940 wurde der Turm an das öffentliche Netz angeschlossen. Zuletzt, d.h. von 1983 bis zur
Löschung 2003, trug der kleine Turm noch ein Präzisionssektorenfeuer.
Ständige, natürliche Verschiebungen der Fahrwässer führten seit 1950 dazu, dass der kleine Leuchtturm immer weniger Bedeutung als Leuchtfeuer bekam; er wurde deshalb 1966/67 zum Radarturm umgebaut. Über den großen Funkmast neben dem Turm werden die Daten zur Verkehrszentrale Knock gesandt.
Position:
53°35' N, 6°40' E
Fotos von 2005


Der 8 m hohe Gitterturm Borkum Düne diente von 1928 bis zu seiner Löschung als Quermarkenfeuer Westerems.
Er steht direkt neben dem Kleinen Leuchtturm. 
Position:
53°35' N, 6°40' E
Foto von 2005

Fischerbalje vor Borkum: die 16 m hohe Dreibeinbake dient seit 1961 als Leit- und Quermarkenfeuer und besaß eine Gürtellinse, die jetzt in Außenrandzell eingebaut ist. Laut F.K. Zemke ist das Unterwassergestell 20 m hoch.
Position:
53°33' N, 6° 43' E
Foto von 2005

Das Feuerschiff Borkum Riff liegt heute als Museumsobjekt im Hafen von Borkum. Das Schiff wurde als 75. und letztes  deutsches Feuerschiff "Borkumriff IV" 1955/56 gebaut. Es ist 54 m lang und 9 m breit, verdrängt 883 t und war das einzige Feuerschiff ohne Bugspriet.
Die Station Borkumriff war von 1875 bis 1988 mit Schiffen besetzt.  
Fotos von 2005

 


Norderney        

Leuchtturm Norderney: erbaut 1872 bis 1874, achteckiger Turm aus Ziegelsteinen, 54 m hoch, 253 Stufen. Feuerhöhe 59,6 m über NN. Fresnel-Drehlinsensystem (von Sautter, Lemonier & Cie, Paris, 3,5 t schwer, 3 m hoch), zuerst Petroleumbrenner mit 5 Dochten, später Petroleumglühlicht, 1930 wurde der Turm elektrifiziert, 1976 wurde das Feuer auf Blitzfeuer umgestellt. Ursprünglich hatte der Turm 3 Leuchtturmwärter, seit 1981 wird er von der Verkehrszentrale Ems fernüberwacht. Der Turm wird z.Z. komplett saniert.
Position: 53°43'N, 7°14'E, 
Fotos von 2005


Wangerooge gehört zum WSA Wilhelmshaven und ist auf der entsprechenden Seite zu finden


Norddeutsches Binnenland

Leuchtturm von Barßel (zwischen Leer und Oldenburg). Er ist einer der wenigen echten Leuchttürme im Binnenland, wurde 1986 gebaut und steht am Jachthaven am Flüßchen Soeste.
Sonst habe ich z.Z. leider noch keine Informationen.
Position: N 53°9', E 7°42'

Foto: Anne Rothmann, 2006

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V2.1, diese Seite wurde erstellt am 11.08.2003, letzte Änderung am 30.1.2008