Deutsche Leuchttürme:

Nordsee, ostfriesische Inseln:
WSA Emden:

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Die anderen Leuchttürme von Emden über Borkum bis Norderney 
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Borkum
Norderney

      * WSA = Wasser- und Schifffahrtsamt

 



Der große Leuchtturm von Borkum ist über 125 Jahre alt. Er wurde 1879 innerhalb eines halben Jahres aus 1,5 mio Ziegelsteinen gemauert und hat eine Höhe von 60,3 Metern (315 Stufen). Das war für die damaligen Verhältnisse eine absolute Meisterleistung des Baumeisters, der vorher auch den Turm von Norderney gebaut hatte. 
Der Turm dient sowohl als Seefeuer als auch - auf geringerer Höhe - als Quermarkenfeuer für die Westerems. Zuerst wurde das Feuer mit Petroleum und seit 1925 mit elektrischem Strom betrieben.
Die ursprünglich 3 m hohe Drehlinsenleuchte des Seefeuers wurde inzwischen auf 1 m hohe Diopterfelder (Ring aus 3 Paar Fresnel-Scheinwerferlinsen) umgebaut. Das QMF ist ein Präzisions-Sektorenfeuer.
1961 wurde für ein Nebenfeuer (Leitfeuer) ein Erker angebaut, das sog. Blumenfenster, der 2003 wieder entfernt wurde.
Seit 1977 wird der Turm von Knock ferngesteuert.
Position: 53°35‘ N, 6°30‘ E (bzw. 6°40‘ ?).
Das Foto unten links gibt einen Eindruck von der Dicke des unteren Mauerwerks, das allerdings Hohlräume aufweist.
Fotos von 2005

Google-Maps-Karte von Borkum

 

 

 

 

Google-Maps-Karte von Borkum


Borkum, alter Leuchtturm.
Der 45 m hohe Turm war 1576 mit spitzem Dach errichtet worden und diente bis 1817 als Tages-Sichtmarke. Die vier Seiten sind genau nach N,S,O,W ausgerichtet. 1817 wurde das Spitzdach durch ein Laternenhaus ersetzt und von
1817-1879 war der Turm ein echter Leuchtturm, der seit 1857 mit einer Gürtellinse ausgerüstet war.
Der Turm wurde 1879 durch ein Feuer zerstört, aber wieder aufgebaut. Seine Aufgaben übernahm damals der Große Turm.
Zuletzt diente der alte Turm als Wetterstation und als Seenotfunkturm.
Seit über 25 Jahren kümmert sich der Heimatverein um den Turm, bei dem in den letzten Jahren Steine erneuert wurden, wozu historische Ziegel von einem abgerissenen Gutshof in Emden verwendet wurden.
Fotos von 2005

Der Friedhof unten am alten
Turm, auf dem noch Walkiefern aus der Walfangzeit Borkums stehen

 

Der kleine Leuchtturm von Borkum wird auch der elektrische Leuchtturm genannt.
Er war der erste einer Reihe von neun in Deutschland gebauten großen gusseisernen Leuchttürmen. Dazu wurden in der Isselburger Hütte 1887/1889 gußeiserne Segmente mit 27 Millimetern Wandstärke, sogenannte Tübbinge, hergestellt und auf dem gemauerten Fundament in den Borkumer Dünen montiert. Der Turm ist sechzehneckig und 28 m hoch. Bevor der Radarflügel aufgesetzt wurde, trug der Turm ein grünes Kuppeldach.
Da dieser Turm von Anfang an für elektrische Befeuerung geplant war, heißt er auf Borkum "der elektrische Turm". Bei seiner Inbetriebnahme 1891 war er mit einer Kohlebogenlampe, Fresnellinsensystem und Otterblenden ausgerüstet, wodurch Sektorenfeuer für die beiden Schifffahrtswege "Westerems" und "Hubertgat" erzeugt wurden. Im Maschinenhaus wurde über kohlebefeuerte Dampfmaschinen und Dynamos bis 1906 der Strom für den Leuchtturm erzeugt. Dann wurden Dieselmotoren, Generatoren und Gleichstrombogenlampen eingebaut. 1924, 1937 und 1938 wurden weitere Verbesserungen an Stromerzeugung und Lampensystem vorgenommen. 1940 wurde der Turm an das öffentliche Netz angeschlossen. Zuletzt, d.h. von 1983 bis zur
Löschung 2003, trug der kleine Turm noch ein Präzisionssektorenfeuer.
Ständige, natürliche Verschiebungen der Fahrwässer führten seit 1950 dazu, dass der kleine Leuchtturm immer weniger Bedeutung als Leuchtfeuer bekam; er wurde deshalb 1966/67 zum Radarturm umgebaut. Über den großen Funkmast neben dem Turm werden die Daten zur Verkehrszentrale Knock gesandt.
Position:
53°35' N, 6°40' E
Fotos von 2005

Google-Maps-Karte von Borkum

 

 

 

 

 

Der 8 m hohe Gitterturm Borkum Düne diente von 1928 bis zu seiner Löschung als Quermarkenfeuer Westerems.
Er steht direkt neben dem Kleinen Leuchtturm. 
Position:
53°35' N, 6°40' E
Foto von 2005

Google-Maps-Karte von Borkum

Fischerbalje vor Borkum: die 16 m hohe Dreibeinbake dient seit 1961 als Leit- und Quermarkenfeuer und besaß eine Gürtellinse, die jetzt in Außenrandzell eingebaut ist. Laut F.K. Zemke ist das Unterwassergestell 20 m hoch.
Position:
53°33' N, 6° 43' E
Foto von 2005

Google-Maps-Karte von Borkum

Das Feuerschiff Borkum Riff liegt heute als Museumsobjekt im Hafen von Borkum. Das Schiff wurde als 75. und letztes  deutsches Feuerschiff "Borkumriff IV" 1955/56 gebaut. Es ist 54 m lang und 9 m breit, verdrängt 883 t und war das einzige Feuerschiff ohne Bugspriet.
Die Station Borkumriff war von 1875 bis 1988 mit Schiffen besetzt.

Fotos von 2005

Google-Maps-Karte von Borkum

 


Norderney        

Leuchtturm Norderney: erbaut 1872 bis 1874, achteckiger Turm aus Ziegelsteinen, 54 m hoch, 253 Stufen. Feuerhöhe 59,6 m über NN. Fresnel-Drehlinsensystem (von Sautter, Lemonier & Cie, Paris, 3,5 t schwer, 3 m hoch), zuerst Petroleumbrenner mit 5 Dochten, später Petroleumglühlicht, 1930 wurde der Turm elektrifiziert, 1976 wurde das Feuer auf Blitzfeuer umgestellt. Ursprünglich hatte der Turm 3 Leuchtturmwärter, seit 1981 wird er von der Verkehrszentrale Ems fernüberwacht. Der Turm wird z.Z. komplett saniert.
Position: 53°43'N, 7°14'E
Fotos von 2005

Google-Maps-Karte von Norderney


Wangerooge gehört zum WSA Wilhelmshaven und ist auf der entsprechenden Seite zu finden


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V2.2, diese Seite wurde erstellt am 11.08.2003, letzte Änderung am 14.1.2009