Deutsche Leuchttürme:

Ostsee 3:
bis einschließlich Travemünde
ist das WSA* Lübeck für die Leuchttürme zuständig, weiter östlich das WSA* Stralsund.

Auf dieser Seite werden die östlichen Leuchttürme vorgestellt (Stralsund)
(Bitte zur Auswahl Leuchtturmnamen anklicken)

Warnemünde
Darßer Ort
Dornbusch/Hiddensee
Kap Arkona
Ranzow
Sassnitz
Stralsund

 

* WSA = Wasser- und Schifffahrtsamt

zu den Leuchttürmen im Bereich WSA Lübeck

 

Bereich WSA Stralsund:
 

Leuchtturm Warnemünde. der 31 m hohe Turm für das Seefeuer wurde 1897/98 gebaut. Er wurde mit einem Fresnelschen Linsenapparat mit 1,4 m durchmessender Gürtellinse und 12 umlaufenden Zylinderlinsen ausgestattet, und hatte ursprünglich einen Petroleumbrenner.erbaut. 1919 wurde das Feuer elektrifiziert. 1969 erfolgte zwar eine Sanierung des Turms, aber  trotzdem mußte er 1980 wegen Baufälligkeit geschlossen werden. Ab 1986/91 wurde er erneut restauriert und ist seit 1994 wieder für Besucher zugänglich.
Position: 54° 11' N, 12° 05' E

Foto von 2005: Sabine Rothmann

Goggle-Maps-Karte mittlere Ostsee

 

 

 

 

 

die 11 m hohen "Zwillinge" stehen seit 1986 bzw. 1998 auf den Hafenmolen von Warnemünde. Der Grüne Turm wurde 1986 auf der West- und der rote 1998 auf der Ostmole errichtet.
Die Molen wurden im Laufe der Jahrhunderte ständig verlängert, wodurch seit 1886 ständig andere, neue Molenfeuer nötig wurden.
Fotos: Jörn Bengelsdorf 2005 und 2006 (anlässlich Hansesail)

 


Der 35 m hohe Leuchtturm "Darßer Ort" wurde 1847/48 als Ziegelturm (ca. 245.000 Steine, 134 Stufen) mit Fresnelschem Apparat (Drehoptik mit 8 Linsenfeldern) und Rapsöllampe an der nördlichen Spitze der Halbinsel Darß errichtet. 1936 wurde er mit Dieselmotoren und Wechselstromgeneratoren elektrifiziert, heute ist er ans öffentliche Netz angeschlossen. Bis 1978 gab es einen Leuchtfeuermaschinisten. 1987 mußte der Turm wegen Baumängeln gesperrt werden; ab 1990 wurde er total saniert und ist seit 1995 wieder für Besucher zugänglich. Seitdem ist er eine Außenstelle des Meeresmuseums in Stralsund.
Position: 54° 28' N, 12° 30' E 

Foto: Jörn Bengelsdorf 2005

Goggle-Maps-Karte mittlere Ostsee

 

 

 


Der Leuchtturm Dornbusch steht am Nordende der Insel Hiddensee. Der 28 m hohe, Turm wurde 1888 als runder Ziegelturm erbaut und in Betrieb genommen. Bereits 1897/98 mußte das Blendmauerwerk erneuert und 1901 das Fundament verstärkt werden. 1926 entschloß man sich, den alten Turm mit dem heute sichtbaren, 12-eckigen Betonmantel zu umgeben. Im roten Laternenhaus mit dem halbkugeligen Dach befindet sich eine Drehoptik. Da der Turm auf einer natürlichen Anhöhe steht, befindet sich das Feuer 95 m über dem Meer. Die Befeuerung wurde 1927 elektrifiziert. 1986 und 1993 erfolgten weitere Renovierungen des Turms, der 1996 seinen weißen Anstrich erhielt. Der Turm steht unter Denkmalschutz.
Position: 54° 36' N, 13° 07' E

Foto: Sabine Rothmann 2010

Goggle-Maps-Karte östliche Ostsee

 

 

 



 

Die prominente Nordspitze der Halbinsel Wittow auf der Insel Rügen heißt Kap Arkona; es ist ein 45 m hohes Kliff. Dort stehen gleich vier markante Türme, von denen drei Leuchttürme sind:

Der alte, quadratische Backsteinturm (Schinkel-Turm) wurde 1826 vom berühmten preussischen Architekten Friedrich Karl Schinkel gebaut. Der extrem wuchtige, 21 m hohe Turm war vom 1.1.1928 bis zum 1.4.1905 in Betrieb.
Der erste Lampenapparat mit 17 versilberten Parabolspiegeln und Rübölbrenner wurde 1826 von einem Berliner Goldschmiedemeister konstruiert. 1872 wurden 6 Parabolspiegel hinzugefügt und auf Petroleum als Brennstoff umgerüstet. Die alte Lampe ist leider seit dem zweiten Weltkrieg verschollen. Heute ist ein Standesamt und eine Ausstellung zu Leuchtfeuern und zur Seenotrettung im Turm untergebracht. Es ist der älteste Leuchtturm an der Ostsee.

Der neue Turm wurde 1901 bis 1902 gebaut, wurde 1902 probeweise in Betrieb genommen und versieht seit dem 1.4.1905 seinen Dienst als Seefeuer an der Nordspitze von Rügen. Der runde Backsteinturm ist 35 m hoch und steht auf einem achteckigen Granitsockel. Das Feuer im roten Laternenhaus befindet sich 75 m über dem Meer. Der Turm war von Anfang an mit einer elektrischen Lichtbogenlampe und 3 Scheinwerfern ausgerüstet. Zwischen 1980 und 1991 hatte der Turm rot-schwarze Ringstreifen. Der Anstrich war jedoch schädlich für das Mauerwerk und wurde 1991 bei einer umfassenden Sanierung des Turms wieder entfernt.

Beide Türme stehen unter Denkmalschutz.
Position: 54° 41' N, 13° 26' E 

Foto: Sabine Rothmann 2010

Goggle-Maps-Karte östliche Ostsee

  


Ebenfalls auf Kap Arkona steht seit 2003 der ehemalige Leuchtturm von Ranzow, der 1999 gelöscht, 2002 und 2003 demontiert und generalüberholt und 2003 an seinem heutigen Platz auf dem Kap wieder aufgebaut wurde.
Position: 54° 41' N, 13° 26' E 

Foto: Sabine Rothmann 2010

Goggle-Maps-Karte östliche Ostsee

 

 

 

 

 


Auf Kap Arkona, neben der slawischen Burgwallanlage "Jaromarsburg" steht ein weiterer Turm, den man für einen Leuchhturm halten könnte.
Es ist aber der ehemalige,
kaiserliche Marinepeilturm, der 1927 als Ziegelturm gebaut wurde und als Seefunkfeuer diente. Dafür gab es große Antennenfelder innerhalb der Jaromarsburg, die 1945 zerstört wurden.
Heute beherbergt der Turm ein Kunstmuseum und ein Bernsteinatelier.


in Mukran liegt der Großfährhafen von Sassnitz, auf dessen 500m langen Nordmole der markante 17 m hohe, grünweiße, achteckeige Leuchtturm steht, der nachts angestrahlt wird.
Der 1995/96 gebaute Turm untersteht ausnahmsweise nicht dem Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund, sondern dem Hafenamt.
Position: 54° 29' N, 13° 41' E 

Foto: Sabine Rothmann 2010

Goggle-Maps-Karte östliche Ostsee

 

 

 


Die Molenfeuer an der Hafeneinfahrt von Stralsund stehen auf relativ niedrigen metallgerüsten. Auf der Mittemole steht einroter Mast mit Betonpodest (im Foto links), auf dem Molekopf ist die Laterne auf einer eigenwillig konstruierten, 5 m hohen Bake mit drei Beinen angebracht, die 1976 in betrieb genommen wurde.
Position: 54° 19' N, 13° 06' E 

Foto: Sabine Rothmann 2010

Goggle-Maps-Karte östliche Ostsee


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V2.2, diese Seite wurde erstellt am 11.08.2003, letzte Änderung am  24.6.2010