Leuchttürme dieser Welt:

Neuseeland und Australien (Sydney):

Neuseeland:
Cape Reinga
Pencarrow Head
Piller Point
Cape Foulwind
Timaru Harbour
Cape Wanbrow
Katiki Point (Moeraki Lighthouse)
Taioroa Head
Nugget Point
Slope Point
Waipapa Point
Signal Station (Bluff)

 

Sydney / Australien:
Cape Bowling Green Lighthouse
Feuerschiff Carpentaria

(Bitte zur Auswahl Leuchtturmnamen anklicken)


NEUSEELAND


Cape Reinga heißt die Nordspitze Neuseelands an der der gleichnamige Leuchtturm steht.
Position: 34° 25,7’ S, 172° 40,6’ E
Der Leuchtturm war der letzte bemannte Leuchtturm, der in Neuseeland gebaut wurde. Er wurde im Mai 1941 in Betrieb genommen und ersetzte das Feuer auf der benachbarten, südwestlich liegenden Motuopao-Insel, der 1879 errichtet worden war. Für den Cape Reinga-Leuchtturm wurde ursprünglich die Lampe vom alten Motuopao-Turm verwendet.
Der Betonturm ist 10 m hoch, das Feuer befindet sich 165 m über dem Meeresspiegel. Seine 50-Watt-Lampe wird durch Solarzellen gespeist. Die ursprüngliche 1000 W-Lampe,
 
wurde zuletzt durch einen Dieselgenerator versorgt. 1987 wurde die Anlage automatisiert, und der letzte Leuchtturmwärter verließ den Turm.
Der Turm steht in heiligem Maori-Gebiet. In der Spirits Bay (Geisterbucht) unterhalb des Turms sollen gemäß der Maori-Legende die verstorbenen Seelen ihre Reise in die ursprüngliche Maori-Heimat antreten.

Fotos von 2007

Google-Maps-Karte des Leuchtturms
 


Pencarrow Head bei Wellington
Position: 41° 21,7 S, 174° 50,9 E
Zwei
Leuchttürme stehen am Pencarrow Head an der Einfahrt zur Bucht von Wellington auf der Nordinsel.
Der Turm oben auf dem Pencarrow Head ist der älteste Leuchtturm Neuseelands. 1858 wurde der in England gefertigte Eisenturm am Strand angelandet und oben auf den Klippen errichtet. Am 1.1.1859 wurde er in Betrieb genommen, und der erste Leuchtturmwärter war zugleich Neuseelands erste Leuchtturmwärterin, die Witwe eines ertrunkenen Wärters. Das Feuer im 10 m hohen Turm befand sich 98 m über dem Meeresspiegel.
Da der Turm oben oft in den niedrigen Wolken verborgen war, wurde 1906 ein zweiter Turm als Stahlrahmenkonstruktion unten auf dem Strand errichtet. 1930 wurde dieser Turm mit Beton umhüllt und die Lage des Lampenhauses erhöht (18 m über Meeresspiegel).
Danach brannten beide Feuer gemeinsam bis 1935, als der Leuchtturm von Bearing Head in Betrieb ging. Zu dem Zeitpunkt wurde der obere, ältere Pencarrow-Leuchtturm abgeschaltet.
Fotos: Sabine Rothmann 2007

Google-Maps-Karte des Leuchtturms
 


Piller Point, Golden Bay
Position: 40° 30' S, 172° 42' E
Der stählerne, eckige Turm steht in 166 m Höhe über der Golden Bay an der Nordspitze der Neuseeländischen Südinsel. Dort wurde 1930 erstmalig ein Leuchtfeuer in Betrieb genommen. Der heutige Turm soll nicht mehr der ursprüngliche sein.

Foto: Sabine Rothmann 2011

 

Google-Maps-Karte des Leuchtturms


Cape Foulwind
Position: 41° 45,1 S, 171° 28,0 E
Der erste, hölzerne Leuchtturm
(Bild unten rechts) war am 1.9.1876 in Betrieb genommen worden. Von ihm ist heute nur noch das Fundament übrig geblieben (unten Mitte). 1924 war die Holzkonstruktion so verrottet, dass der Turm kurz darauf durch den heutigen, vollautomatisierten Betonturm ersetzt werden musste. 1926 wurde die neue Aceton-Gas-Lampe in Betrieb genommen. Der Brennstoff war nur noch halbjährlich nachzufüllen, und so konnten die Leuchtturmwärter abgezogen werden.

Fotos von 2007

Google-Maps-Karte des Leuchtturms
 


Timaru Harbour Lighthouse
Mit dem Bau des Leuchtturms war 1976 begonnen worden, nachdem die Behörden sich vorher lange uneins waren, ob der Turm am Hafen oder am Patiti Point errichtet werden sollte, bzw. ob Holz oder Stein als Baumaterial zu verwenden sei.
Der hölzerne Turm wurde am 1.7.1878 an seinem originalen Platz The Terrace No. 7 in Betrieb genommen und war bis 1970 das Hauptfeuer für den Hafen von Timaru. 1980 wurde der Turm an seinen heutigen Standplatz (Benvenue Avenue) umgesetzt und dient nur noch als optisches Seezeichen (Foto unten rechts).

Fotos von 2007 

Google-Maps-Karte des Leuchtturms
 


Cape Wanbrow bei Oamaru
Oamaru hat zwar keinen echten Leuchtturm mehr, aber dafür eine Leuchtturmgeschichte.
Am 1.12.1874 wurde auf dem Cape Wanbrow, direkt südlich von Oamaru ein Holzhaus mit einer Lampe im Fenster als Hafenbefeuerung in Betrieb genommen. Das Holzhaus diente auch als Wohnung für den Leuchtturmwärter.
Danach wurde bis 1906 zwischen Hafen- und Marinebehörden argumentiert, ob das Feuer auf Cape Wanbrow als echter Leuchtturm (costal lighthouse) eingestuft werden sollte.
Am 23. Mai 1984 wurde das Leuchtfeuer mit einer neuen, stärkeren Lampe versehen.
Am 4.2.1944 wurde ein neuer Betonturm errichtet und mit einer automatischen Lampe versehen, die am 4.3.45 elekrifiziert wurde.
Heute steht an der besagten Stelle nur noch ein hölzernes Lampenhaus mit Betonfußboden, das vollständig leer ist.
Foto von 2007 

Google-Maps-Karte des Leuchtturms
 


Katiki Point (Moeraki Lighthouse)
Position: 45° 23,7’ S, 170° 52,0’ E
Der Turm wurde am 22.4.1878 in Betrieb genommen. Ursprünglich sollte der Leuchtturm bei Hokitika an der Westküste errichtet werden. Der Holzturm ist 8 m hoch, und das Feuer liegt 56 m über dem Meeresspiegel. Die Befeuerung besteht heute aus lichtemittierenden Dioden (LED), wobei sich im Lampenhaus noch die alte Originallampe (ursprünglich mit Ölbrenner) befindet. Der Turm war 1943 elektifiziert (Dieselgenerator) und 1975 automatisiert worden, wodurch die beiden
 
Leuchtturmwärter überflüssig wurden. Im Haus der Leuchturmwärter befindet sich heute eine Rangerstation, zu der auch ein „Pinguinhospital“ gehört.
Bis 1339 wurde der Leuchtturm nur von See aus versorgt, erst danach war er über eine Straße zu erreichen.
Fotos von 2007

Google-Maps-Karte des Leuchtturms


Taioroa Head bei Dunedin, Neuseeland - Südinsel.
Position: 45° 46,4 S, 170° 43,7 E
Schiffe, die vor 150 Jahren versuchten, die Einfahrt zum Otago Harbour vor Dunedin zu finden, sollen oft tagelang vergeblich danach gesucht haben. Um diesen Missstand zu beheben, wurde auf Taiaora Head ein 12 m hoher, steinerner Leuchtturm errichtet und am 2.1.1865 in Betrieb genommen.
Um 1890 war eine kleine Ansiedlung inklusive eines kleinen Gefängnisses rund um den Leuchtturm entstanden. Ca. 100 Menschen lebten dort. Heute ist von der Siedlung kaum noch etwas erhalten.
Seit 1921 gibt es keine Wärter mehr auf dem Turm, ihre Aufgaben wurden von den Hafenwärtern des Otago-Hafens und später von der Port Otago Ltd. übernommen. Das Feuer befindet sich 60 m über dem Meeresspiegel.

Der Name stammt von einem Maori-Häuptling. Da sich direkt am Leuchtturm ein Schutzgebiet für Albatrosse befindet, kann der Leuchtturm nicht besichtigt werden.
Fotos Sabine Rothmann, 2007

Google-Maps-Karte des Leuchtturms
 


Nugget Point an der Südspitze der Südinsel Neuseelands (Catlins). 
Position: 46° 27,0’ S, 169°49,0’ E
Der 9,4 m hohe Steinturm wurde am 4.7.1870 in Betrieb genommen, seine Feuerhöhe beträgt 76 m, da er auf einem hohen Felsen steht. Ursprünglich mit Öl befeuert, 1949 elektrifiziert (Dieselgenerator). 1989 automatisiert und von Wellington gesteuert.
Fotos von 2007

 

 

 
Google-Maps-Karte des Leuchtturms
 


Slope Point ist der südlichste Punkt von Neuseelands Südinsel, nur ca. 4800 km vom Südpol entsfernt. Dort steht das links abgebildete Leuchtfeuer ca. 33 m hoch über dem Meer..
Position: 46° 40,5 S, 169° 00,0 E.
Foto von 2007

Google-Maps-Karte der Leuchtbake

Es ist übrigens interessant, dass dieser Punkt überall als der südlichste bezeichnet wird. Wenn man die Karten genauer anschaut, geht es etwas östlich davon aber noch weiter nach Süden.


Waipapa Point
Position: 46° 39,8’ S, 168° 50,7’ E
Nachdem an dieser Stelle 1881 das Passagierschiff “Taranua” auf das vorgelagerte Riff gelaufen und gesunken war, wobei 131 Passagiere ertranken, wurde am 1.1.1884 der 13 m hohe Leuchtturm errichtet, dessen Feuer sich 21 m über dem Meeresspiegel befindet.
Er ist seit 1976 automatisiert und die heutige 50 Watt-Lampe wird von Solarzellen gespeist.
Waipapa war der letzte Leuchtturm, der in Neuseeland aus Holz gebaut wurde.
Fotos von 2007

    

Google-Maps-Karte des Leuchtturms


Das abgebildete Leuchtfeuer am Südrand von Neuseelands Südinsel heißt "Signal Station" und liegt in Bluff, ein paar hundert Meter vom "Stirling Point Signpost" am Anfang des State Highway 1. Das Feuer befindet sich 11 m über dem Meeresspiegel.
Position: 46° 36,8 S, 168° 21,6 E.
Foto Sabine Rothmann von 2001

Google-Maps-Karte des Leuchtfeuers

(ein herzliches Dankeschön an Lindsay Beer, Bluff Publicity, die ihn per E-Mail identifizierte - many thanks, Lindsay!)

Heute werden alle automatisierten Leuchttürme in Neuseeland von Wellington aus überwacht.


AUSTRALIEN - Sydney:


Cape Bowling Green Lighthouse
Im Australian National Maritime Museum in Darling Harbour, Sydney, steht der Cape Bowling Green Leuchtturm, der 1874 70km südlich von Townsville (Queensland) errichtet worden war.
Der Turm besteht aus einem Hartholzgerüst, das mit Eisenplatten aus England verkleidet wurde. Die ursprüngliche Lampe wurde von Chance Brothers gebaut und mit Kerosin betrieben. 1913 wurde die Leuchtkraft durch Brennerverbesserungen verfünffacht,
1920 wurde ein automatischer Acetylenbrenner eingebaut.
1983 erhielt der Turm zwei rote, waagerechte Streifen, die inzwischen wieder entfernt wurden.
Der Turm wurde 1987 durch ein vollautomatisiertes Leuchtfeuer ersetzt, abgebaut und im Maritime Museum wieder neu errichtet, wo er 1995 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Der Turm trägt heute den Brenner und die Lampe von 1913.

Foto von 2007

Google-Maps-Karte des Leuchtturms und des Feuerschiffes


Carpentaria Commonwealth Lightship 4
(CLS 4)
Die “Carpentaria” war eines von vier unbemannten Feuerschiffen, die 1917 in der Cockatoo Island Werft , Sydney, als genietete Stahlschiffe gebaut wurden. Es war seit 1918 im Golf von Carpentaria (Breaksea Spit, Queensland) und zuletzt in den Ölfeldern der Bass Strait stationiert. Das Schiff wurde 1983 ausgemustert und ist seit dem 31.3.1987 im Australian National Maritime Museum in Sydney zu besichtigen.
Schiffsdaten: Länge 21,94 m, Breite 7,82 m, Tiefgang 54,37 m, 164 Tonnen, Lampe: 1500 W, automatisches Acetylenlicht, das tageslichtabhängig geschaltet wird.

Foto von 2007

Google-Maps-Karte des Leuchtturms und des Feuerschiffes

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V2.2, diese Seite wurde erstellt am 11.08.2003, letzte Änderung am 23.5.2011