PRÄHISTORISCHE STÄTTEN IN GRAMPIAN

STEINKREISE und GEDENKSTEINE  

MAIDEN STONE (++) nordwestlich von Inverurie. 3,2 m hoher Pictenstein aus dem 8. Jahrhundert, um den sich eine alte Sage rankt. Ein verschmähter Liebhaber verkaufte dem Teufel seine Seele, damit dieser Rache an der Maid von Drumdurno (oder Tochter des Lairds von Balquhain?) ausübe, die ihn abgewiesen hatte. Die Maid buk gerade Haferkuchen für ihre Hochzeit, als der Teufel sie zu einer Wette aufforderte. Er wettete, dass er in der Zeit, die das Mädchen zum Backen der Kuchen bräuchte, eine Straße auf den Bennachie bauen könne (Straße Foto rechts, Berg siehe Bergtouren). Daraufhin versprach sie im die Ehe, falls er das schaffe. Natürlich war der Teufel mit seiner Arbeit fertig, bevor alle Kuchen gut waren, und jetzt erkannte die Maid mit Grausen, wen sie vor sich hatte. Sie versuchte zu fliehen, und wurde daraufhin vom Teufel in den Maiden Stone verwandelt. Nett, nicht?  

links und mittig der echte Maidenstone; in der Mitte sind "Spiegel und Kamm" am Fuß des Steines zu sehen.
Rechts
ein falscher Maidenstone, der auch dort in der Gegend herumsteht.

BRANDSBUTT STONE (o) Der Piktenstein mit 'Opham'-Inschrift gehörte ursprünglich zu einem Steinkreis und steht nun auf einem Spielplatz am Westende Inveruries.

DYCE SYMBOL STONES  Zwei über 1400 Jahre alte piktische Steine in der St. Fergus Kirche bei Dyce.

PICARDY SOMBOL STONE (o)
südöstlich von Huntly
(Foto links)


LOANHEAD STEINKREIS  (+++) bei Daviot. Steinkreis von ca. 3000 v.Chr., bestehend aus 10 senkrechten und 1 waagerecht liegenden Stein ("recumbent"), der 12 Tonnen wiegt. Man nimmt an, dass der Kreis als Mond-Observatorium diente. Später fanden im Kreis Verbrennungen statt, und sein Inneres wurde mit Feldsteinen ausgefüllt. Ca. 1500 v.Chr. wurde neben dem nicht mehr benutzten Steinkreis ein zweiter, flacher Kreis für Feuerbestattungen von mindestens 31 Personen eingerichtet, die in Urnen beigesetzt wurden. Ein Mann wurde normal erdbestattet.






CULLERLIE STEINKREIS  (+++) nordwestl. von Peterculter. Steinkreis von ca. 1700 v.Chr., bestehend aus 8 senkrechten Steinen. Jedem Stein ist im Inneren ein kleiner, mit Feldsteinen ausgefüllter Steinkreis (Cairn) zugeordnet (Foto links).

 

 

TOMNAVERIE STEINKREIS  (+) nordwestlich von Aboyne, südl. von Tarland. Reste eines Steinkreises von 1600 v.Chr.
   

 

EAST AQUORTIES STEINKREIS (++) westlich von Inverurie


THE NINE STANES
  (+) südöstlich von Banchory. Ovaler Steinkreis mit aufrechten Steinen auf beiden Seiten des großen, waagerecht liegenden. Ganz in der Nähe (ca. 1 km) befinden sich drei weitere, unbenannte Steinkreise.  


FESTUNGEN der EISENZEIT

BARMEKIN  südlich von Dunecht

CATERTHUNs. braun und weiß (++)  nördlich von Brechin. Zwei unterschiedlich alte Bergfestungen aus der Eisenzeit kurz vor der christlichen Zeitrechnung. Der braune Caterthun besteht aus 6 konzentrischen Erdwällen, die mit Heide bewachsen sind (deshalb "braun"). Der weiße Catertun liegt ca. 1/2 km vom braunen entfernt und besteht aus 2 Erdwällen, einer davon mit einer kleinen Vorburg, und zwei freiliegenden Steinwällen aus Feldsteinen (deshalb "weiß"). Er wurde vermutlich von den Picten erbaut, worauf hin der ältere, braune Caterthun verlassen wurde. Der weiße Caterthun (Foto links) ist nur ca. 200m vom Parkplatz entfernt.

DUNNIDEER  westlich von Insch. Ruine einer mittelalterlichen Burg auf den Resten eines vorzeitlichen Forts. Einige Steine des Steinwalls sind bei einer Feuersbrunst zusammengeschmolzen.

MITHER TAP (+) Auf dem markantesten Gipfel des Bennachie, dem 528m hohen Mither Tap (Foto links), umgibt eine ca. 500 m lange, 3 m dicke und bis zu 2 m hohe Befestigungsmauer aus der Eisenzeit, d.h. der Zeit der römischen Invasion, den gesamten Gipfel. Evtl. war der Mither Tap der "Mons Graupius" der römischen Annalen. Berücksichtigt man den langen, beschwerlichen Aufstieg, so ist diese Festung nur für Bergwanderer zu empfehlen.  
TAP OF NORTH (++)  nördlich von Rhynie. Auf dem Gipfel des 564m hohen, die Landschaft beherrschenden Berges (Foto unten links) befinden sich die Reste einer fußballfeldgroßen Befestigungsanlage aus der Eisenzeit. Diese Festung ist die zweithöchst gelegene in Schottland. Die Steine des 6-8 m breiten Walls sind z.T. durch Hitzeeinwirkung miteinander verschmolzen (Foto unten rechts).

Das Foto oben links zeigt zwar nicht die Festung, sondern die fantastischen Ginsterfelder, die man beim Aufstieg durchquert.

Vorzeitliche Bauwerke auf den Shetland-Inseln

JARISHOF (+++) (Foto links)
Hier liegen eine Fülle von Siedlungsresten aus der Stein-, Bronze-, Pikten- und Wikingerzeit und aus dem Mittelalter ganz nah beieinander. Die Zeitspanne von 2000 vor bis zum 16. Jahrhundert nach Chr. ist dort abgedeckt. Wir fanden die erstaunlich gut erhaltenen, vorzeitlichen, radförmigen Kammerhäuser sehr beeindruckend.

Die BROCHs (+++)
Ein Broch ist ein wuchtiger Rundturms in einer Festung aus der Eisenzeit von vor 2500 - 2700 Jahren. Die Besonderheit dieser Brochs sind die meterdicken Mauern, in denen kleine Räume und Zellen untergebracht sind. Mehrere dieser Türme sind über die Inseln verstreut, der besterhaltene steht auf der Insel Mousa. Der 12 m hohen Mousa Brochist der besterhaltene Eisenzeit-Turm Schottlands
.
Am südlichen Stadtrand von Lerwick steht der Clickhimin Broch (unten), von dem nur das eindrucksvolle Fundament erhalten ist.


Legende

(+), (++), (+++): Stätten, die man besichtigen sollte. Je mehr Kreuze, desto eindrucksvoller
(o) Stätten, die den Aufwand nicht lohnen
Stätten ohne Marker haben wir aus Zeitgründen nicht besuchen können, würden es aber gerne mal nachholen


©: www.meinschottland.de – Bernd Rothmann, Version 1, letzte Änderung am 13.10.2005